Antholz | Deutsche Biathlon-Staffel bei Olympia wieder auf Platz vier
Biathlon bei Olympia
Antholz (dpa) - Die deutsche Biathlon-Staffel der Männer ist bei den Olympischen Winterspielen zum zweiten Mal nacheinander leer ausgegangen. Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn mussten sich wie zuletzt schon 2022 nach schwachen Schießleistungen mit dem vierten Platz begnügen und warten im Herrenteam weiterhin auf ihre erste Medaille in Antholz. Schon in den vorangegangenen drei Einzelrennen hatte es nicht für das Podest gereicht.
Staffel-Olympiasieger wurde der große Favorit Frankreich vor Norwegen, Bronze ging an Schweden. Dem deutschen Quartett, das im Vorjahr noch WM-Bronze gewonnen hatte, fehlten nach insgesamt zwölf Nachladern 50,8 Sekunden zur Bronzemedaille. Nach 4 x 7,5 Kilometern betrug der Rückstand auf die starken Franzosen vor den Augen von Edelfan Jürgen Klopp 1:48,3 Minuten. Die letzte Medaillenchance in Südtirol bietet sich Nawrath und Co. am Freitag im Massenstart.
Deutschland lag zwischenzeitlich auf Platz eins
Startläufer Strelow setzte sich nach einem schnellen Schießen direkt an die Spitze. An Position zwei mischte auch Zobel an der Spitze mit, bis er im Stehendschießen drei Nachlader benötigte. Ebenso erging es Nawrath, der auf Rang vier den Anschluss nach vorn verpasste. Weil auch Horn schon im Liegendschießen weitere drei Extrapatronen brauchte, ging am Ende nichts mehr in Richtung der Podestplätze.
Schon vor vier Jahren hatte es in Peking für Deutschland auf dem vierten Platz keine Medaille gegeben. 2018 reichte es in Südkorea noch zu Bronze, 2014 gab es im russischen Sotschi nach der Disqualifikation Russlands das bislang letzte Gold für die DSV-Skijäger. Schlechter als Platz vier war das Team bei Olympia seit der Wiedervereinigung noch nie.
© dpa-infocom, dpa:260217-930-699536/1
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