Freiburg | Siegtor in Nachspielzeit: Union Berlin gewinnt in Freiburg
Fußball-Bundesliga
Freiburg (dpa) - Mit einem Tor in der Nachspielzeit hat der 1. FC Union Berlin einen dringend benötigten Sieg im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga gefeiert. Der eingewechselte Wooyeong Jeong führte die Köpenicker mit seinem Treffer zum knappen 1:0 (0:0) beim zuvor so heimstarken SC Freiburg.
Nach einer über weite Strecken ereignisarmen Partie traf Jeong in der 92. Minute etwas überraschend für die zuvor harmlosen Berliner. Vor dem schwierigen Auswärtsspiel beim FC Bayern München nimmt der zweite Erfolg seit Weihnachten damit den Druck. Das Polster vor dem Abstiegsrelegationsrang wuchs auf sieben Punkte an.
Freiburg strebt Wiedergutmachung gegen Genk an
Der SC Freiburg verpasste drei Tage nach dem 0:1 in der Europa League in Genk den angestrebten Erfolg als Wiedergutmachung. Die Badener verpassten zudem, den Vereinsrekord von zwölf Heimspielen ohne Niederlage aus der Saison 2022/23 einzustellen. Erstmals seit dem Saisonauftakt und der Niederlage gegen den FC Augsburg mussten die Breisgauer vor heimischem Publikum wieder eine Niederlage einstecken.
Auf die Heimstärke setzt Freiburg dennoch für das Rückspiel gegen Genk am Donnerstag, um trotz der Hinspiel-Niederlage erstmals ein internationales Viertelfinale zu erreichen. Dafür brauchen die Breisgauer aber dringend mehr Torgefahr. Der schwache Auftritt in Belgien war eine Enttäuschung gewesen, auf die SC-Trainer Julian Schuster mit fünf Wechseln in der Startelf reagierte.
«Natürlich war ich nicht zufrieden mit der Leistung, dementsprechend waren die letzten Tage auch sehr deutlich», sagte SC-Trainer Julian Schuster vor dem Anpfiff bei DAZN.
Im Duell mit Union erarbeitete sich der Sport-Club vor 33.200 Zuschauern die Spielkontrolle. Die Gastgeber agierten aktiver, richtig gefährlich in der Offensive wurden sie aber genauso wenig wie die Köpenicker.
Bundesliga-Debütant Raab zunächst nicht ernsthaft gefordert
Ein Aktivposten aufseiten der Freiburger war in der ersten Hälfte zwar Rechtsaußen Cyriaque Irié, klare Torchancen hatte aber auch er nicht. Als der 20-Jährige nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Abschluss kam, warf sich ein Unioner in den Schuss. Auch die Versuche der Badener, aus der zweiten Reihe zum Torerfolg zu kommen, führten nicht zu ernsthaften Prüfungen für Unions Ersatzkeeper Matheo Raab.
Auf Stammtorhüter Frederik Rönnow hatte Coach Steffen Baumgart verzichten müssen. Der Däne war am Mittwoch im Training umgeknickt, anders als erhofft reichte es nicht für den Auftritt in Freiburg. So kam Raab zu seinem ersten Bundesliga-Einsatz.
Auch bei der ersten vielversprechenden Aktion des Sport-Clubs der zweiten Hälfte musste Raab aber nicht eingreifen. Knapp zehn Minuten nach dem Seitenwechsel zirkelte Derry Scherhant einen Freistoß aus zentraler Position von der Strafraumkante über das Tor.
Von den Gästen kam in der Offensive wenig. Den Freiburgern mangelte es an Präzision und Ideen. Für einen kleinen Schreckmoment sorgte ein Zusammenprall zwischen Igor Matanovic und Danilho Doekhi. Die mit einer Trage herbei geeilten Sanitäter konnten den Platz aber wieder verlassen. Beide konnten nach einer Behandlungspause weiterspielen. Doekhi konnte in der Nachspielzeit sogar noch über der Berliner Siegtreffer jubeln.
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