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New York | «Love Story» komplett: JFK-Jr.-Serie befeuert 90er-Nostalgie
Streaming-Hit bei Disney+
New York (dpa) - Die Vereinigten Staaten von Amerika haben keine Königsfamilie, aber sie haben die Kennedys. Der Clan, dessen berühmtestes Mitglied John F. Kennedy als 35. US-Präsident am 22. November 1963 in Dallas erschossen wurde. Mit all seinen Verstrickungen und Tragödien ist Kennedy immer wieder Stoff gewesen für filmische Aufarbeitungen.
Jetzt gibt es einen Hype um seinen gleichnamigen Sohn (1960-1999): die Serie «Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette». Seit Freitag sind alle neun Episoden bei Disney+ online (Gesamtlaufzeit: etwa siebeneinhalb Stunden).
Serie löste 90er-Nostalgie in New York City aus
Die «New York Times» konstatierte kürzlich eine Nostalgiewelle, ausgelöst von dieser Serie. «Love Story» habe, insbesondere bei jungen Menschen, die Faszination für die Kennedys neu entfacht. Gleichzeitig begeistere die ästhetisch mal wieder hervorragend von Ryan Murphy («Glee», «American Horror Story», «Dahmer – Monster: Die Geschichte von Jeffrey Dahmer») produzierte Serie auch historisch für das Jahrzehnt, in dem sie spiele.
«Manche scheinen geradezu besessen davon zu sein, eine Fantasievorstellung vom Manhattan der 90er Jahre wiederzubeleben», schrieb die «NYT». Das habe sich etwa für einige Lokale, die nach Jahrzehnten relativer Unbekanntheit oder Nicht-Beachtung plötzlich wieder gefragt seien, als überraschend und natürlich erfreulich erwiesen.
Die von Connor Hines entwickelte (und eben von Murphy produzierte) Serie konzentriert sich auf die Anfänge der Beziehung zwischen Carolyn Bessette (Sarah Pidgeon) und John F. Kennedy (Paul Anthony Kelly).
Klar, dass es kein Happy End gibt
Seriengucker wissen, dass das Leben des «amerikanischen Prinzen», des Sohns von Präsident JFK und First Lady Jackie, tragisch endete: 1999 stürzte ein von Kennedy Junior selbst gesteuertes Flugzeug auf dem Weg von New Jersey zur Insel Martha`s Vineyard ab. Der 38-Jährige, seine 33 Jahre alte Frau und deren Schwester Lauren starben.
Die Serie beginnt mit dem Abflug in dieses tragische Ende. Am Horizont wird das Privatflugzeug von JFK Jr. immer kleiner - bevor die Geschichte des Paares dann in einer Rückblende erzählt wird.
Für die Spannung oder das Finale guckt also niemand diese Serie, doch wie die eben ganz und gar nicht konfliktfreie Liebesgeschichte von Bessette und Kennedy erzählt wird, das ist das Faszinierende.
Vom salutierenden Dreijährigen zum «Sexiest Man Alive»
Bessette ist jung, aufstrebend und arbeitet bei Calvin Klein. Wenn man der Serie glaubt, ist sie damals maßgeblich daran beteiligt, dass Kate Moss das berühmte Gesicht des Modehauses wird.
Der Designer selbst ist es dann auch, der sie auf einer Party mit JFK Junior bekannt macht. Der ist inzwischen vom kleinen «John John», der an seinem dritten Geburtstag bei der Beisetzung des ermordeten Vaters vor dessen Sarg salutiert, zum «Sexiest Man Alive» geworden. Dazu erklärte ihn im Jahr 1988 das Magazin «People». Gleichzeitig kämpft er darum, seinen Platz im Leben und in der Gesellschaft zu finden.
«Die Miniserie erforscht die unbestreitbare Chemie, stürmische Annäherung und die hochkarätige Ehe eines der ikonischsten Paare des 20. Jahrhunderts», wirbt Disney für seine Serie. In den letzten Wochen entstand in den USA eine regelrechte «Love Story»-Obsession in Sachen Mode, Style und Habitus.
© dpa-infocom, dpa:260327-930-875705/1
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