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Lifestyle & Freizeit

Dortmund | Armin Rohde und Ludger Pistor: Ruhrgebiets-Duo zurück im TV

WDR/Bavaria Fiction/Thomas Kost/dpa | Ludger Pistor, Armin Rohde und Katharina Schmalenberg spielen in «Das Millionenschnitzel» mit.

Ruhrpott-Duo im Ersten

Dortmund (dpa) - Die zwei schrägen Vögel aus dem Ruhrpott sind wieder da: Der eine ist der frühere Herrenausstatter Wolfgang Krettek (Ludger Pistor), stets wie aus dem Ei gepellt, ein wenig steif-spießbürgerlich. Der andere - Armin Rohde als Günther Kuballa - ist Ex-Tierpfleger, optisch nachlässig, schnell aufbrausend - kurzum: der Gegenentwurf. In der turbulenten Komödie «Das Millionenschnitzel» sind die beiden am Freitag im Ersten (20.15 Uhr) zu sehen. 

Als chaotisch-liebenswertes Duo aus dem Ruhrgebiet kommen die Freunde nach mehr als drei Jahren Pause und gut 15 Jahre nach ihrem allerersten TV-Auftritt als ungleiche Kumpels jetzt also zurück. Wie so oft geht es um die Frage, wie die chronisch klammen Freunde zu Geld kommen. Diesmal ist es besonders eilig und brisant: Denn urplötzlich taucht eine 15-Jährige in Dortmund auf, die Krettek ihren biologischen Vater nennt und Schweigegeld fordert.

Was sagen Rohde und Pistor zu ihrer Rollen-Rückkehr?

Warum treten die beiden Schauspieler wieder als Krettek und Kuballa an? Armin Rohde begründet das so: «Weil die beiden Stehaufmännchen des Schicksals einfach nicht totzukriegen sind.» Die beiden Figuren hätten ein Eigenleben entwickelt. «So was erlebt man nur in ganz wenigen Rollen», sagt Rohde (70) der Deutschen Presse-Agentur. Und mit Pistor zu drehen, sei ein Geschenk.

«Wir sind wie eine Familie, und das Ungleiche zwischen uns macht einfach Spaß», schildert Pistor (66). «Mich motiviert, dass die Rolle des Wolfgang mich immer noch packt – ich schlüpfe da nicht hinein, sie packt mich.»

Sechster Film der Ruhrgebiets-Komödie im Ersten seit gut 15 Jahren

Ein Rückblick auf die WDR-Reihe im Ersten: Im Sommer 2010 hatten die Freunde ihren ersten Auftritt in «Ein Schnitzel für Drei». 2013 folgte «Ein Schnitzel für alle». Dafür gab es den Deutschen Comedypreis. 2017 versuchen die zwei arbeitslosen Abenteurer ihr Glück bei einer Quiz-Show - in der Folge «Ein Schnitzel geht immer». 

2019 wurde als Nummer vier «Schnitzel de Luxe» ausgestrahlt. Und dann, Ende 2022 - in «Das Weihnachtsschnitzel» - schließen die beiden Pechvögel ihre Schnitzelbude und werden am letzten Arbeitstag ihrer Erlöse beraubt. 

Fernsehfilm Nummer sechs: «Das Millionenschnitzel»

Was steht in den neuen 90 Minuten an? Eine unbekannte Jugendliche fängt Wolfgang Krettek vor seinem Haus ab: «Hi, ich bin Tida, deine Tochter.» Und legt nach: «Samenspende.» Sie verlangt 5.000 Euro, sonst will sie seiner geliebten Ehefrau Karin (Therese Hämer) von ihrer Existenz erzählen. Krettek fürchtet sein Ehe-Aus, will sich die junge Erpresserin (Purnima Grätz) schnellstmöglich vom Hals schaffen. Also unterstützt er Kuballas Traum, erneut eine Schnitzelbude zu eröffnen. Das soll einen Geldsegen bringen. 

Allerdings: Startkapital für eine Firmengründung fehlt, Know-how haben sie auch nicht. Die Freunde hoffen auf die TV-Gründershow «Arena», wollen sich unbedingt einen Auftritt erkämpfen. Dafür müssen haltbare Panaden-Rezepte her, zahlreiche Hürden sind zu überwinden. Und parallel gilt es, Tida - genannt Ta - unter Kontrolle zu halten. In einer Notsituation springt Günther seinem Freund rettend bei, behauptet vor Ehefrau Karin, Ta sei seine Tochter. 

Das Ganze wird immer verzwickter, anstrengender, aussichtsloser. Aber auch empathischer und wärmer. Aus dem Duo wird ein Trio. Die aufsässige Ta wächst den Freunden ans Herz, sie kommt als Mitstreiterin ins Boot. 

Wird es weitere Folgen geben?

Die beiden Originale Krettek und Kuballa sind nach wie vor Publikumslieblinge, betont der WDR. Ihr Geschichten-Universum biete noch viel Raum für neue unterhaltsame Abenteuer. 

«Ihre Fähigkeit, jeden Rückschlag zu verdauen und in echter Freundschaft zusammenzustehen und auch die dem wahren Leben entlehnte Komik machen die Schnitzel-Reihe zu einer Erfolgsgeschichte», heißt es beim Sender auf Anfrage. Es werde zudem «viel von der sozialen Wirklichkeit im Ruhrgebiet erzählt». Wird es weitergehen? «Ausgeschlossen ist es nicht.»

© dpa-infocom, dpa:260227-930-742933/1

Thomas Kost/ARD(WDR/Bavaria Fiction/dpa | Günther Kuballa und Ta stehen vor Wolfgang Kretteks Tür. Gut 15 Jahre nach ihrer ersten Ruhrgebietskomödie sind Armin Rohde und Ludger Pistor wieder da.

--/WDR Kommunikation/Redaktion Bild/dpa | Ta (Purnima Grätz) versucht vergeblich, Günther Kuballa (Armin Rohde) mit einer Schlange zu erschrecken.