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Berlin | «Steirerwahn»: Feuerteufel unterm Apfelbaum
Fernsehen
Berlin (dpa) - In der österreichischen Steiermark ist es schön, und manchmal schön unheimlich - zumindest in den dort spielenden TV-Krimis. So ist es auch im 13. Fall mit dem Titel «Steirerwahn», der am Donnerstag (12.2.) um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist.
An einem heißen Sommertag taumelt ein brennender Bauer über die Landstraße und stirbt dort. Vor Ort stellt der Grazer Ermittler Sascha Bergmann (Hary Prinz) lapidar fest, den Grillteller zum Mittagstisch diesmal auszulassen - so viel Abgebrühtheit macht seine Kollegin Anni Sulmtaler (Anna Unterberger) einigermaßen fassungslos.
Die Ermittlungen ergeben, dass ein Brandbeschleuniger in einem Holzhaufen als Ursache für das Feuer gilt - also war es Mord. Das Opfer gehörte als Brennmeister einem zehnköpfigen Männerbund an, der nach einer mittelalterlichen Geheimprozedur einen teuren Edelbrand herstellt.
Angriff mit feuerspeiender Drohne
Anführer dieser Männerrunde (die Apfelbrenner gibt es in der Oststeiermark tatsächlich) ist der herrische Reinhard Posch (Harald Krassnitzer) - er versucht mit seinen Kollegen, den Verdacht auf einen anderen zu legen, den angeblichen «Feuerteufel» Dominik (Valentin Hagg). Wenig später werden zwei der Apfelbrenner mit einer feuerspeienden Drohne angegriffen, wobei einer vom Hochsitz fällt und stirbt - jetzt wächst das Misstrauen unter den verschworenen Kollegen.
Regisseur Wolfgang Murnberger (65, «Sayonara Loreley») schrieb auch das Drehbuch (nach der Romanvorlage von Claudia Rossbacher) und erzählt in seinem 13. Steirerkrimi eine wahrlich schauerliche Geschichte um ein Geheimnis von früher. Der Zuschauer erlebt ein ziemliches Brimborium rund um die Apfelbrennerei, erfährt aber auch, was der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Schnaps (mit Industriealkohol) und einem feinen Edelbrand (mit viel Obst) ist.
Anna Unterberger (40, «Das bleibt unter uns») ist hier in ihrem vorletzten Steirerkrimi zu sehen, während Hary Prinz (60, «Die Toten vom Bodensee») weitermachen wird. Diese Trennung ist bedauerlich, weil die beiden einfach sehr gut miteinander spielen. Es macht - trotz der düsteren Geschichte - ein gewisses Vergnügen, den unaufhörlichen Frotzeleien der beiden Ermittler zuzuschauen. Nachdem die erste Hälfte des Films etwas vor sich hin dümpelt, wird es zum Ende hin dann richtig spannend - insbesondere die Drohne des wahnwitzigen Täters schaut wahrlich furchterregend aus.
© dpa-infocom, dpa:260212-930-675821/1
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