Lifestyle & Freizeit
Berlin/Frankfurt | Herrenmode-Trends: So kleidet Mann sich im Sommer
Neues aus der Menswear
Berlin/Frankfurt (dpa/tmn) - Fließende Materialien, weite Silhouetten und natürliche Töne: Sie prägen derzeit das Bild in der Herrenmode. Das wirkt entspannt und erwachsen, ohne dass die Eleganz darunter leidet. Zumindest, wenn man die aktuell angesagten Stücke gut kombiniert.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Trends für Frühjahr und Sommer.
Was macht die Herrenmode in diesem Frühjahr und Sommer aus?
«Die neue Saison steht im Zeichen einer neuen Leichtigkeit», sagt Winfried Rollmann, Material- und Menswear-Experte beim Deutschen Mode Institut (DMI). Er beobachtet etwa eine Abkehr von scharf geschnittenen Anzügen. Und das Männerbild werde laut Rollmann «weniger gebacken und körpernah, was viele als angenehm empfinden dürften».
Welche Stücke sieht man ganz konkret?
«Das Shirt ist ein Key Piece und ersetzt in vielen Fällen die Jacke», so Rollmann. Gemeint sind Hemden aus festeren Oberstoffen, die strukturiert sind und dennoch Leichtigkeit ausstrahlen. Auch der Blouson feiert ein Comeback, häufig mit Strickbund oder Tunnelzug.
Prägend für die Silhouette sind zudem weitere Hosen, oft mit Bügelfalte. Und auch fast knielange Shorts sind häufiger zu sehen. Im Denim-Bereich spielen laut dem Stylisten Lukas Blasberg auch Bootcut-Formen wieder eine Rolle.
Ein weiteres wichtiges Stück: das Kurzarmhemd. In weiter, kastiger Form wird es zum festen Bestandteil moderner Sommerlooks: «Jeder Mann, der sich ein neues Hemd kauft, sollte auch ein Kurzarmhemd mitdenken», so Rollmann.
Bei den Anzügen sind weich geschnittene Modelle zu sehen. Außerdem sind Blazer mit Jeans angesagt, und Gilets, also Westen. Jacken zeigen sich funktionaler, mit Taschen und Workwear-Anklängen. Dazu passen auch die sogenannten Trucker-Jackets aus klassischem Denim. Und: Safarijacken mit ihren großen aufgesetzten Taschen.
Shirts dürfen jetzt länger und schlanker sein, ohne eng zu wirken. Oberteile leben indes vom Layering, also dem gekonnten Schichten von Einzelstücken: Hemd, Strick, Krawatte etwa. Und dazu ein Quarter Zip Pulli, also ein Seemannspullover mit Rollkragen und kurzem Reißverschluss.
Und wie sieht es bei den Farben und Mustern aus?
«Streifen sind in jeder Produktkategorie ein Top-Thema», so Winfried Rollmann. Sie zeigen sich als klassische Nadelstreifen ebenso wie in breiteren Varianten.
Farblich gewinnen dunklere Nuancen an Bedeutung: Braun, Palmgrün, Navy, Indigo oder ein weiches Schwarz. «Diese Summer Darks machen Outfits edler», so Winfried Rollmann. Sie verleihen selbst sommerlichen Looks mehr Ruhe und Wertigkeit.
Der Stylist Lukas Blasberg beobachtet in den Kollektionen eine insgesamt ruhigere, wärmere Farbpalette. Neben Blau, Grau und Schwarz tauchen Olive, Ivory, Buttergelb, Rost oder Senf auf.
Welche Accessoires trägt Mann jetzt?
Hüte mit Western-Anklängen, Bandanas und Seidentücher. Außerdem: Schmuck - von Ringen über Armreifen bis zu Halsketten. «Das individualisiert den Look und macht ihn persönlicher», so Rollmann.
Stylist Blasberg sieht zudem eine Rückkehr klassischer Accessoires: Gürtel werden ihm zufolge bewusster eingesetzt, teils mit Western-Anmutung. Krawatten werden locker - auch unabhängig von Dresscodes - getragen, ergänzt durch Krawattennadeln oder Manschettenknöpfe.
Und an den Füßen?
Da sind vor allem Loafer, Bootsschuhe und weiche Mokassin-Modelle zu sehen. Velours- und Rauleder verleihen ihnen eine entspannte Optik. Farblich sind sie häufig in Natur- und Brauntönen gehalten, ergänzt durch Grün- oder Blautöne. Honigfarbene oder etwas kernigere Sohlen sind ebenfalls im Trend. Außerdem: Details wie Flechtungen oder Riemen.
Parallel dazu gewinnen laut Claudia Schulz vom Deutschen Schuhinstitut auch offene Modelle wie Fisherman-Sandalen an Bedeutung, die in Kombination mit weiten Hosen lässig aussehen. «Es muss cool aussehen, easy to wear sein und vor allem den Komfort bringen, den Männer von Sneakern gewohnt sind», so Schulz. Letzterer hat vor allem in der weißen Variante schließlich eher ausgedient.
© dpa-infocom, dpa:260224-930-731398/1
COS/dpa-tmn | Schicke Stücke in Schwarz: Sogenannte Summer Darks machen sommerliche Outfits edler. Hier zu sehen bei COS (Zip-Pullover ca. 149 Euro, Hemd ca. 79 Euro, Hose ca. 89 Euro, Schuhe ca. 179 Euro).
COS/dpa-tmn | Legt in dieser Saison eine steile Karriere hin - auch fernab vom Büro: das Hemd. Hier ein helles Beispiel von COS (Hemd ca. 129 Euro, Hose ca. 149 Euro).
Seidensticker/dpa-tmn | Machen sich gut zusammen: Bundfaltenhosen und Blousons in hellen Farben, wie in diesem Beispiel von Seidensticker (Blouson ca. 250 Euro, Hose ca. 170 Euro).
Replay/dpa-tmn | Auf zur Arbeit - oder in den Club? Stücke mit Workwear-Elementen machen sich auch gut nach Feierabend. Hier ein Beispiel mit Carpenter-Jeans von Replay (Jeanshemd ca. 169 Euro, Jeans ca. 159 Euro).
Gant/dpa-tmn | Gut geschichtet: Schick wirken aufeinander abgestimmte Teile, die lässig übereinander getragen werden. Hier ein Beispiel von Gant (Hose ca. 350 Euro, Hemd ca. 150 Euro, Blazer ca. 550 Euro, Sweater ca. 150 Euro).
Mey&Edlich/dpa-tmn | Zipper zu oder auf? Der Reißverschluss ist jetzt wieder häufiger an Oberteilen zu sehen. Hier ein Beispiel von Mey&Edlich (Strickpolo ca. 90 Euro, Ledergürtel ca. 60 Euro, Chino ca. 100 Euro).
G.H.Bass/dpa-tmn | Lässig zur weiten Hose: Loafer an den Füßen. Zu sehen hier von G.H.Bass (Loafer ca. 235 Euro).
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