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Berlin | Festnahme an der Mülltonne: «Anna und ihr Untermieter»
Fernsehen
Berlin (dpa) - Nur mal eben den Müll rausbringen will Werner Kurtz (Ernst Stötzner) - doch da wird er verhaftet. Darum geht es in der fünften Folge von der Reihe «Anna und ihr Untermieter» mit dem Titel «Volles Haus», die heute um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist.
Wie es zur Festnahme gekommen ist, erklärt ein Rückblick: Herr Kurtz muss mit ansehen, wie direkt vor ihm eine junge Mutter zusammenbricht und ins Krankenhaus muss. Es ist der Blinddarm. Für ihn ist klar, dass er sich um deren kleine Tochter kümmern sollte - und nimmt sie sofort mit nach Hause.
Dabei weiß der ehemalige Leiter des Ordnungsamtes Köln-Süd ebenso wie seine Vermieterin Anna Welsendorff (Katerina Jacob), dass das nicht so einfach geht. Aber sie wollen um keinen Preis das Jugendamt einschalten, zumal sie erfahren haben, dass der Kindesvater sich verantwortungslos benommen hat.
Das Mädchen fühlt sich gleich wohl in der etwas anderen WG - bis ein alter Freund von Kurtz, Klaus Schneider (Max Herbrechter), samt Koffer vor der Tür steht und um Asyl bittet; seine Frau hat ihn hinausgeworfen. Angesichts des kleinen Mädchens wird er misstrauisch.
Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe versus Gesetze
Tja, und dann kommt die Verhaftung am Mülleimer. Damit nicht genug, steckt Annas Tochter Karin (Katharina Schlothauer) inmitten der Hochzeitsvorbereitungen mit Jens (Golo Euler), der wiederum beim Ehestreit seiner Eltern (Anke Sevenich, Herbert Knaup) zwischen allen Stühlen sitzt.
Michael Rowitz («Für immer Sommer») führt hier erstmals Regie, während Autor Martin Rauhaus («Weißt Du noch») bereits sein fünftes Drehbuch der Reihe vorlegt. Sie haben aus all dem Geschehen einen unterhaltsamen Film gemacht, der zum Nachdenken anregt.
Denn was nützen all die Vorschriften, wenn sie an der Lebenswirklichkeit vorbeigehen. Außerdem sind spontane Hilfsbereitschaft samt Nächstenliebe ganz hervorragende Eigenschaften - auch wenn dabei Gesetze mal etwas anders ausgelegt werden.
Obendrein macht es Spaß, den beiden Hauptdarstellern dabei zuzuschauen, wie sie umeinander herumtänzeln, wobei es ihnen gelingt, stets beim Sie zu bleiben und sich mit ihren Nachnamen anzusprechen. Katerina Jacob (67, «Stadtkomödie») und Ernst Stötzner (73, «Helen Dorn») spielen hier sehr glaubhaft zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten, die aneinander wachsen und imstande sind, voneinander zu lernen. Und die zeigen, dass es manchmal ausgesprochen wohltuend ist, sich einfach mal selbstlos zu zeigen und um jemanden zu kümmern.
© dpa-infocom, dpa:260123-930-584783/1
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