Anmerkung: Für die nachstehenden Meldungen trägt Radio Bielefeld keine redaktionelle Verantwortung. Diese Nachrichten werden von der Polizei Bielefeld zur Verfügung gestellt.
Schockanrufe in russischer Sprache: Betrüger zweimal erfolgreich
Bielefeld (ots) - SI / Bielefeld / Heepen, Schildesche - Am Donnerstag, 08.10.2026, wurden zwei Bielefelderinnen Opfer von Schockanrufen. Beiden wurde ein Notfall vorgetäuscht und behauptet, ihre Verwandten hätten einen Unfall verursacht. Die Täter sprachen sowohl Deutsch als auch Russisch.
Eine Seniorin bekam am Nachmittag einen Anruf bei dem sich eine weinerliche Frauenstimme als ihre Schwiegertochter ausgab. Die Betrügerin behauptete, dass sie einen Unfall verursacht hätte. Dabei soll eine Person ums Leben gekommen sein. Nun sei eine Kaution fällig, ansonsten würde sie in Haft müssen.
Zwischenzeitlich übernahm ein Mann das Gespräch und gab sich als Polizeibeamter aus. Dieser forderte die Bielefelderin auf, das gesamte Bargeld, was sie in der Wohnung hatte, in einen Briefumschlag zu tun und ihm an der Tür zu übergeben.
Während des Telefonats übernahmen mehrere Personen abwechselnd das Gespräch und wechselten zwischendurch die Sprachen. Sie hielten die ältere Dame bis zum Eintreffen des Abholers durchgehend im Gespräch.
Gegen 18:30 Uhr erschien eine männliche Person an ihrer Wohnungstür in einem Mehrfamilienhaus an der Salzufler Straße und nahm den Umschlag entgegen.
Er war 20 bis 40 Jahre alt, maximal 1,80 Meter groß, hatte dunkle Haare und soll akkurat gekleidet gewesen sein.
Ein zweiter Schockanruf erfolgte am Donnerstagabend bei einer Bielefelderin, die an der Sudbrackstraße wohnt. Die Betrügerin gab sich als ihre Tochter aus. Auch sie soll einen Verkehrsunfall verursacht haben.
Die Betrügerin behauptete zum Teil auf Russisch, einen Fußgänger angefahren zu haben, der nun eine teure Behandlung benötige. Da der Verletzte aus Weißrussland stamme, sei eine sofortige Barzahlung nötig.
Ein Abholer erschien gegen 19:30 Uhr an der Haustür der Bielefelderin und nahm das Geld an sich.
Er war 18 bis 20 Jahre alt und hatte einen schmalen Körperbau, kurze schwarze Haare, einen Dreitagebart und ein osteuropäisches Erscheinungsbild. Er trugt eine schwarze Jacke und eine schwarze Hose und hatte eine schwarze Umhängetasche bei sich.
In beiden Fällen sprachen die Täter neben Deutsch auch Russisch. Es ist daher nicht auszuschließen, dass die Betrüger gezielt Opfer im Visier hatten, die der russischen Sprache mächtig sind. Womöglich sollte die gemeinsame Sprache dabei helfen, Vertrauen aufzubauen.
Hinweise zu verdächtigen Personen an der Salzufler Straße und der Sudbrackstraße nimmt das Kriminalkommissariat 15 unter der 0521/545-0 entgegen.
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