Anmerkung: Für die nachstehenden Meldungen trägt Radio Bielefeld keine redaktionelle Verantwortung. Diese Nachrichten werden von der Polizei Bielefeld zur Verfügung gestellt.
Bett und Hocker als Versteck nicht geeignet
Bielefeld (ots) - HC/ Bielefeld- Mitte- Nach einem schweren Raub am Freitag, 02.10.2026 scheiterten die vier Täter bei dem Versuch, sich in einer Wohnung vor Polizisten zu verstecken. Beamte des Einsatztrupps Innenstadt und der Bereitschaftspolizei nahmen das Quartett fest. Drei Täter gingen anschließend in Untersuchungshaft.
Mehrere Anrufer meldeten gegen 20:10 Uhr der Leitstelle der Polizei eine Schlägerei an der Feilenstraße. Die ersten Polizisten trafen dort auf einen verletzten 31-Jährigen aus Lübbecke, während die Täter geflüchtet waren. Nach der Erstversorgung durch die Streifenpolizisten übernahmen Rettungskräfte die weitere Verarztung des Leichtverletzten.
Zeugen beschrieben den Beamten den Tathergang und zeigten ihren ihre Handy-Aufnahmen. Demnach hatten vier Männer auf das Opfer eingeschlagen. Als dieser sich losriss und flüchtete, warf einer der Täter ihm eine Metallstange hinterher. Die Täter folgten dem Flüchtenden, fassten ihn und schlugen wieder gemeinsam auf ihn ein. Während ein Täter dem Opfer eine Umhängetasche entriss, sprühte ein anderer dem 31-Jährigen Pfefferspray ins Gesicht. Gemeinsam flüchtet das Quartett in die Unterführung in Richtung Herbert-Hinnendahl-Straße. Als das Opfer die Verfolgung aufnahm, wurde es erneut mit Pfefferspray besprüht und den Tätern gelang anschließend die Flucht.
Während der Polizei-Fahndung gaben Zeugen den Polizisten Hinweise auf die Fluchtrichtung der Tatverdächtigen. In einem Haus an der Feilenstraße konnten die Beamten den weiteren Spuren folgen und die Räuber in einer der Wohnungen vorläufig festnehmen. Dabei versuchte sich das polizeibekannte Quartett zu verstecken. Der 22-jährige algerische Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz lag auf dem Bett unter der Bettdecke, der 21-jährige libysche Staatsangehörige ohne festen Wohnsitz unter dem Bett, der 16-jährige libysche Staatsangehörige aus Bielefeld lag auf dem Boden und der 21-jährige algerische Staatsangehörige aus Bielefeld saß zusammengekauert unter einem Hocker.
In der Wohnung fanden die Polizisten einen Baseballschläger, ein Pfefferspray, einen Degen, eine Schreckschusswaffe, einen Golfschläger, drei E-Bikes und zwei E-Scooter. Einer der E-Scooter war als gestohlen gemeldet.
Der 16-Jährige, der das Opfer schlug und die Tasche entrissen hatte, konnte nach den polizeilichen Maßnahmen die Polizeiwache wieder verlassen. Ein Arzt entnahm dem 21-jährigen Bielefelder, der die Metallstange geworfen hatte, und dem 22-Jährigen, der mit dem Baseballschläger zugeschlagen hatte, Blutproben aufgrund von positiven Drogenvortests auf Kokain. Gemeinsam mit dem 21-Jährigen ohne festen Wohnsitz, der Pfefferspray eingesetzt hatte, wurden sie durch Kriminalbeamte einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehle erließ.
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