Berlin | 5,5 Prozent: So schlecht war die SPD noch nie
Landtagswahl Baden-Württemberg
Berlin (dpa) - Die rund 5,5 Prozent für die SPD in den Hochrechnungen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg sind das schlechteste Ergebnis, das die Partei auf Landes- oder Bundesebene in der Bundesrepublik eingefahren hat. Im Vergleich zu ihrem bisher schlechtesten Ergebnis im Südwesten (2021: 11,0 Prozent) haben sich die Sozialdemokraten fast halbiert. Ein Niedergang mit Ansage - nicht nur mit Blick auf das Bundesland.
Die SPD verzeichnet in Baden-Württemberg einen stetigen Verlust: Seit 2001, als die Partei noch 33,3 Prozent der Stimmen holte, ging es bergab. Nach 25,2 Prozent fünf Jahre später kamen die Sozialdemokraten 2011 auf 23,1 Prozent und danach vor zehn Jahren nur noch auf 12,7 Prozent.
SPD holt in manchen Ländern nur noch einstellige Ergebnisse
Die rund 5,5 Prozent in Baden-Württemberg lösen den bisherigen Negativrekord der SPD in Thüringen (6,1 Prozent im September 2024) ab. Auch in anderen Ländern kamen die Sozialdemokraten nur noch auf einstellige Werte: Beispiele aus jüngster Zeit sind Sachsen (2024: 7,3 Prozent), Bayern (2023: 8,35) und Sachsen-Anhalt (2021: 8,41).
Im Bund verzeichnete die SPD bei der vorgezogenen Wahl Anfang vergangenen Jahres mit 16,4 Prozent ihren Tiefstand. Zuvor hatten die Sozialdemokraten nach der Bundestagswahl im Herbst 2021 (25,71 Prozent) noch den Kanzler gestellt.
© dpa-infocom, dpa:260308-930-787493/1
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